Sportliche Woche
Am Wochenende war ich dann mit der Venlet Familie verabredet. Ich habe mich sehr gefreut Abby, Nick und die drei Mädels wiederzusehen. Da durch die andauernde Kälte noch reichlich Schnee lag, haben wir uns zu gemeinsamen Rodeln getroffen. Es hat wirklich viel Spaß gemacht.
Anschließend haben wir zusammen Abendbrot gegessen und noch einen Film geschaut. Dabei haben wir uns gegenseitig viel von unseren Weihnachtsferien erzählt. Die Venlets haben Nicks Bruder in Florida besuch und sich dort bei guten Wetter etwas von der Kälte in Michigan erholt. Außerdem waren die Mädels zum ersten Mal in der Disney World Orlando, davon hatten sie viel zu berichten.
Am Montag habe ich wieder die Deutschkurse begleitet. Im Kurs 102 lernen die Studierenden zum Beispiel gerade das Perfekt und können nun auch endlich über die Vergangenheit sprechen. Thematisch geht es zudem aktuell um deutsche Feiertage aber auch um die Kleidung und Farben. Hingegen lernen die Studierenden im Kurs 202 die Geographie Deutschlands kennen und steigern dabei Adjektive. Zuletzt gibt es noch den Kurs 310. Dort lernen die Studierenden viel über die Kultur Deutschlands. Aktuell haben sie beispielsweise einen Vortrag analysiert.
Die Kurse finden wie auch im letzten Semester drei Mal pro Woche statt (Montag, Mittwoch und Freitag) und da ich ab der nächsten Woche auch wieder die Konversationsgruppen betreue, werde ich jeden Kurs nur noch zwei Mal pro Woche unterstützen.
Außerdem starteten am Montag wieder die Fitnesskurse der Uni. Daher war ich am Montag nach meinen Deutschkursen wieder beim Yoga. Das tut immer gut nach einem langen Tag den Kopf frei zu bekommen. Nach dem Abendessen bin ich außerdem mit Hannah noch zum Swing-Tanzkurs gegangen.
Am Dienstag und Donnerstag hatte ich dann wieder meine eigenen Kurse an denen ich als Studentin teilnehme. Besonders der Kurs zu Bewertung im Fremdsprachenunterricht gefällt mir sehr gut. Dafür haben wir am Dienstag einen Ausflug in das Reformations-Zentrum der Uni gemacht. Hier werden möglichst alle Bücher von John Calvin und anderen Reformatoren gesammelt. Für Forschende der Theologie und Reformation weltweit ist die Calvin Universität daher häufig ein beliebtes Ziel. Unser Fokus lag jedoch auf der Veränderung der Kommunikation im Verlaufe der Zeit (z.B. durch die Erfindung des Buchdrucks). Es war sehr spannend über die Zeit vor dem Buchdruck in Bezug auf das Sprachenlernen nachzudenken.
Abends hatten Hannah und ich dann Besuch von Joel und Kerrigan. Joel ist Hannahs Mitarbeiter und ich habe ihn ja schon bei unserer Reise nach Pennsylvania über die Thanksgiving-Zeit kennengelernt. Er hat uns ein irischen Eintopf gekocht. Der war ausgesprochen lecker und hat mich sehr an mein Auslandsjahr in England erinnert.
Nach dem leckeren Essen bin ich dann zurück auf den Campus gegangen, um bei der diesjährigen Tanzshow Dance Guild wieder dabei zu sein. Hier alle Tänze im Überblick:
Ich habe am Dienstag also für den Disco-Tanz zu verschiedenen ABBA-Hits vorgetanzt.
Am Mittwoch Nachmittag habe ich nach den Deutschkursen direkt die erste Kaffeestunde veranstalten. Es ging um das Thema Reisen und wir spielten „Ich packe meinen Koffer“. Zu der Präsentation kamen viele Studierende. Besonders viele Studierende kamen zudem aus den Kurs 101 für Ingenieure. Diesen Kurs betreue ich zwar nicht im Unterricht aber die Studierenden müssen trotzdem die sogenannten Kulturpunkte als Teilleistung ihrer Note bei meinen kulturellen Veranstaltungen sammeln. Im Juli reisen die Ingenieure dann nach erfolgreichem Abschluss des Deutschkurses nach Deutschland und besuchen dort einige Unternehmen.
Nach dem Kurs ging ich direkt wieder zum Vortanzen. Am Mittwoch tanzte ich Jazzercise, für die ich im letzten Semester aufgetreten bin und anschließend ein Musical-Tanz zu West Side Story.
Am Donnerstag ging ich nach der Uni wieder zum Spinning. Anschließend tanzte ich noch Latin Beats (lateinamerikanische Variante des Hip Hops) und Girls Funk.
*Am Wochenende kam die Nachricht, dass ich für alle Tänze angenommen wurde. Ich habe mich jetzt entschieden an drei Tänzen teilzunehmen: Disco, Latin Beats & Girls Funk.
Abends traf ich mich dann mit Lili zum Abendessen in der Mensa. Gegen 20Uhr gingen wir dann zu den Sporthallen. Dort stellten wir uns in der bereits langen Schlange an, um Tickets für das Basketballspiel der Männer am Samstag zu ergattern. Der Verkauf startete erst um 21Uhr und so sah man viele Studierende mit ihren Laptops oder Büchern in der Schlange. Wirklich verrückt.
Noch verrückter wurde es als kostenlose Tombola-Lose und Buffalo Wings ausgeteilt wurden. Mit den Losen konnte man am Spieltag einen Fernseher und Kopfhörer gewinnen.
Nach langen warten konnten wir dann unser Ticket sichern.
Am Freitag habe ich mich nach meinen Deutschkursen erstmal etwas zuhause ausgeruht. Später am Abend ging ich jedoch nochmal zurück zum Campus, um dort den Film Natürlich Blond zu schauen. Im Anschluss gab es kostenlose Donuts, gesponsert von einer der vielen studentischen AGs.
Samstag war es dann endlich soweit. Das wohl wichtigste Basketballspiel der Region stand an. Calvin vs. Hope. Die beiden christlichen Universitäten mit einer sportlichen Rivalität seit über 100 Jahren. Kein wunder, dass alle unbedingt ein Ticket kaufen wollten. Die Sporthalle war prall gefüllt und die Stimmung war ausgezeichnet. Für verschiedene Aktionen im Spiel gab es verschiedene Rufe und Gesten aus dem Publikum. Das Spiel war sehr spannend und zum Glück hat Calvin am Ende gewonnen.
*die Basketballteams an den Unis spielen nur 2 Hälften (es gibt keine Viertel)
Und schon ist wieder Sonntag, unglaublich wie die Zeit verfliegt. Obwohl es über die Woche etwas wärmer wurde, hat es sich zum Wochenende abgekühlt und heute Nacht gab es wieder Neuschnee. Laut Murmeltier-Tradition am 2. Februar wird das wohl auch erstmal so bleiben.

















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